Bezahlen mit Facebook: Ein Trend für die Zukunft?

veröffentlicht | Finanzierung

Mit einem anregenden Artikel hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung auf eine gleichermaßen faszinierende wie verunsichernde Entwicklung in der Finanzierung hingewiesen: Die graduelle Integration von Bankdienstleistungen in soziale Netzwerke.

 

So ist es in Brasilien bei einigen Banken schon heute möglich, über die Facebook-App das gesamte Spektrum an Finanz-Services, vom reinen Überprüfen des Kontostands bis hin zu Überweisungen und Daueraufträgen ab zu wickeln. In den USA wiederum kümmert sich Amazon's Alexa um die Transaktionen der Kunden.

Was auf den ersten Blick wie ein vollkommen einleuchtender Schritt und eine deutliche Verbesserung in Sachen Effizienz und Komfort aussieht hat weitreichende Konsequenzen – die sich, so die FAZ, zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausreichend überblicken lassen.

Portal in die Welt

In gewisser Weise ist der Trend mehr als nachvollziehbar. Schließlich verbringen die meisten Menschen viele Stunden täglich auf einer Seite wie Facebook, die in gewisser Weise zu einem Portal in die Welt geworden ist.

Wenn man schon seine Nachrichten von dort bezieht, private Kontakte pflegt und Geschäftsbeziehungen aufbaut, so die Logik, spreche doch nichts dagegen, sich auch in finanzieller Hinsicht in den sozialen Netzwerken zu betätigen.

Dass immer mehr Kooperationen zwischen Banken und Technologieanbietern auf gerade diesem Gebiet entstehen, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass wir uns bereits längst in genau diese Richtung bewegen. Und man muss es ganz offen aussprechen: Sie können zweifelsohne in verschiedenster Hinsicht von diesem Trend profitieren.

Die Vorteile für den Endkunden

Das gilt sowohl für Privat- als auch Geschäftskunden. Denn auch wenn Banken das Internet nach anfänglichem Zögern nun endgültig für sich entdeckt haben, hinken sie den Entwicklungen auf mobilem Gebiet immer noch hinterher. Bis heute gibt es – mit Ausnahme des Aktienhandels - enttäuschend wenige Apps, mit denen sich auf professionellem Niveau wirtschaften ließe.

Dabei hätten mobile Bankdienstleistungen gleich mehrere Vorteile:

  • Teilweise deutlicher Zeitgewinn beim Abwickeln von Überweisungen.
  • Bankdienstleistungen können direkt während des „Aufenthalts“ auf Facebook oder Twitter in Anspruch genommen werden. Das begünstigt eine intensivere Auseinandersetzung mit den eigenen Finanzen.
  • Bankdienstleistungen können in einem technologischen Umfeld genutzt werden, dass Kunden bereits kennen und schätzen. Dies schafft Vertrauen.
  • Auf geschäftlichem Gebiet können ganze Shop-Systeme direkt in soziale Dienstleistungen integriert werden. Auch können verschiedenste andere Anwendungen direkt und recht problemlos mit den neuen Bezahlsystemen verknüpft werden.

Trotz dieser offensichtlichen Vorteile prognostiziert die FAZ aber auch Probleme bei der Umsetzung.

Risiken für Banken und Endkunden

Zum einen sehen Experten voraus, dass Banken bei der Zusammenarbeit mit den Technologie-Firmen viel zu verlieren haben. Wenn die Bankdienstleistung letzten Endes nur  noch ein Plug-In in der Oberfläche von Facebook sind, werden soziale Netzwerke schon recht bald dazu übergehen, diese Anwendungen selbst an zu bieten. Angesichts des enormen Kapitals, über welches man in Silicon Valley verfügt, ist das alles andere als undenkbar.

Doch auch Endkunden sollten auf der Hut sein, so die FAZ:

„Mit einem Mal lägen nämlich nicht nur die Daten zu ihrem Konsumverhalten dort, sondern auch noch alle Informationen über ihre finanziellen Verhältnisse. (…) Für die Regulatoren werde es immer schwerer, wettbewerbsverzerrendes Verhalten oder auch den Missbrauch von persönlichen Daten des Kunden zu erkennen und zu verhindern.“

Das alte Modell ist immer noch sicherer

Wer deshalb nicht nur auf Bequemlichkeit und Effizienz Wert legt, sondern auch auf Sicherheit, der sollte bei der Nutzung von Facebook-Apps auf finanziellem Gebiet zumindest Vorsicht an den Tag legen. Oder lieber etwas warten, bis sich die Systeme bewährt haben und stattdessen das Thema Effizienz auf anderer Ebene angehen.

Mit Factoring zum Beispiel. Damit nämlich optimieren Sie Ihre Rechnungsabwicklung, verbessern Ihren Kundenservice und reduzieren Unternehmensrisiken. Und wenn Sie in Ihrer Rechnungslegung IT-Maßnahmen planen, lässt sich Factoring problemlos in diese integrieren.

 

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