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Was ist Skonto?

Veröffentlicht am Mittwoch, 07. Oktober 2026 10:07Zahlung, Rechnungsstellung, Wissen

Skonto ist ein Preisnachlass, den Lieferanten ihren Kunden für die Zahlung einer Rechnung innerhalb einer vereinbarten Frist gewähren. Wer Skonto konsequent nutzt, senkt seine Einkaufskosten spürbar und verbessert gleichzeitig die Beziehung zu seinen Lieferanten. Rechnet man den Nachlass auf ein Jahr hoch, übertrifft die Ersparnis die Zinsen gängiger Kredite oft deutlich.

Skonto ist ein Preisnachlass, den Lieferanten ihren Kunden für die Zahlung einer Rechnung innerhalb einer vereinbarten Frist gewähren. Wer Skonto konsequent nutzt, senkt seine Einkaufskosten spürbar und verbessert gleichzeitig die Beziehung zu seinen Lieferanten. Rechnet man den Nachlass auf ein Jahr hoch, übertrifft die Ersparnis die Zinsen gängiger Kredite oft deutlich.


Skonto bietet viele verschiedene Vorteile, sowohl aus Kunden- als auch aus Lieferantenperspektive, und gehört zu einer gelungenen Liquiditätsplanung. Um Skonto bei Lieferanten konsequent nutzen zu können, brauchen Unternehmen jedoch freie Mittel, die häufig in offenen Forderungen gebunden sind. Mit Factoring verkaufen Sie diese Forderungen, erhalten den Rechnungsbetrag sofort und können so jede Skontochance nutzen.

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Skonto kurz erklärt

  • Skonto ist ein vertraglich vereinbarter, prozentualer Preisnachlass (meist 2 bis 3 %), den Kunden erhalten, wenn sie eine Rechnung innerhalb der Skontofrist bezahlen. Einen gesetzlichen Anspruch darauf gibt es in nicht.
  • Skonto wird nach der Formel Rechnungsbetrag × Skontosatz ÷ 100 berechnet und in der Praxis vom Bruttobetrag abgezogen. Für Unternehmen ist dabei nur der Nettoanteil eine echte Ersparnis, da die Vorsteuer entsprechend korrigiert wird.
  • Skontoziehen lohnt sich finanziell stark, denn 2 % Skonto bei 10 statt 30 Tagen Zahlungsziel entsprechen einem Jahreszins von rund 36 %. Zusätzlich verbessert es die Gewinnmarge und stärkt die Beziehung zu Lieferanten.
  • Da Skontoziehen ausreichend Liquidität voraussetzt, kann Factoring helfen: Unternehmen verkaufen offene Forderungen, erhalten das Geld sofort und können so Lieferantenrechnungen mit Skonto begleichen.

Was ist Skonto? Definition und Bedeutung

Nach gängiger Definition ist Skonto ein prozentualer Abzug des Rechnungsbetrags, den ein Kunde vornehmen darf, wenn er innerhalb der vom Lieferanten festgelegten Skontofrist bezahlt. Der Begriff stammt vom italienischen „sconto“ (Abzug). Für den Lieferanten dient Skonto als Anreiz für eine schnelle Zahlung und verbessert damit seine Liquidität.

Die Bedeutung von Skonto liegt also im beiderseitigen Nutzen: Der Kunde spart Kosten, der Lieferant freut sich über einen schnelleren Zahlungseingang und reduziert sein Ausfallrisiko. Einen gesetzlichen Anspruch auf Skonto gibt es jedoch nicht. Vielmehr handelt es sich um eine vertragliche Vereinbarung oder ein Angebot des Verkäufers bzw. Lieferanten.

Skonto berechnen: Formel und Beispiel

Skonto wird fast immer als Prozentsatz angegeben, üblich sind 2 bis 3 %. Eine typische Zahlungsbedingung lautet: „Zahlbar innerhalb von 10 Tagen mit 2 % Skonto oder innerhalb von 30 Tagen netto.“ Zahlt der Kunde innerhalb der zehn Tage, darf er 2 % vom Rechnungsbetrag abziehen. Zahlt er später, ist der volle Betrag bis zum 30. Tag fällig.

Die Formel, um Skonto zu berechnen, ist einfach:

Rechnungsbetrag × Skontosatz ÷ 100 = Skontobetrag Rechnungsbetrag – Skontobetrag = Zahlbetrag

Bei einer Rechnung über 5.000 Euro bzw. 5.000 Franken und 2 % Skonto beträgt der Skontobetrag also 100 Euro bzw. 100 Franken, der Zahlbetrag 4.900 Euro bzw. Franken.

Skonto von brutto oder netto?

In der Praxis ziehen sowohl Privat- als auch Geschäftskunden Skonto vom Bruttobetrag der Rechnung ab, also vom Gesamtbetrag inklusive Mehrwertsteuer. Das Ergebnis ist rechnerisch identisch mit einem Abzug vom Nettobetrag und anschließender Neuberechnung der Steuer, weil sich die Mehrwertsteuer im gleichen Verhältnis mindert.

Der Unterschied liegt in der wirtschaftlichen Wirkung. Für Endkunden ist der gesamte Skontobetrag eine echte Ersparnis, da sie die Mehrwertsteuer selbst tragen. Für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen ist nur der Nettoanteil des Skontos eine tatsächliche Kostensenkung, denn die Mehrwertsteuer ist für sie ein durchlaufender Posten und die Vorsteuer wird entsprechend korrigiert.

Beispiel für den DACH-Raum (Nettobetrag 1.000, Skonto 2 %):

  Deutschland (19 % MwSt.) Österreich (20 % USt.) Schweiz (8,1 % MWST)
Bruttobetrag 1.190,00 € 1.200,00 € 1.081,00 CHF
Skonto (2 % vom Brutto) 23,80 € 24,00 € 21,62 CHF
Zahlbetrag 1.166,20 € 1.176,00 € 1.059,38 CHF
davon Nettoersparnis 20,00 € 20,00 € 20,00 CHF
davon Steuerkorrektur 3,80 € 4,00 € 1,62 CHF



Ein Endkunde spart in diesem Beispiel den vollen Skontobetrag, ein Unternehmen wirtschaftlich die 20 Euro bzw. 20 Franken netto.

Vorteile für Unternehmen

Skonto ist im Grunde ein Rabatt, der für die vorzeitige Zahlung von Rechnungen gewährt wird. Skonto ziehen gehört damit zu den günstigsten Wegen, Einkaufskosten zu senken. Das zeigt die Umrechnung in einen Jahreszins: Bei 2 % Skonto innerhalb von 10 Tagen statt Zahlung nach 30 Tagen „bezahlt“ der Kunde für 20 Tage Zahlungsaufschub 2 %. Aufs Jahr gerechnet entspricht das einem Zinssatz von rund 36 %, bei 3 % Skonto sogar von rund 54 %. Kaum ein Kontokorrentkredit in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist so günstig.

Zudem birgt das Skonto ziehen erhebliche Vorteile für das unternehmerische Liquiditätsmanagement:

  1. Verbesserung der Cash-Flow-Position: Durch die frühzeitige Bezahlung von Rechnungen unter Ausnutzung des Skontos kann ein Unternehmen seine Ausgaben effizienter steuern und sicherstellen, dass es seine finanziellen Ressourcen optimal nutzt. Das hilft, einen stärkeren positiven Cashflow zu bewahren.
  2. Reduzierung von Kreditkosten: Wenn ein Unternehmen seine Verbindlichkeiten früher begleicht, um Skonto zu nutzen, kann es seine Abhängigkeit von Krediten reduzieren. Das führt zu geringeren Zinsaufwendungen, da weniger Kapital geliehen werden muss, um den laufenden Betrieb zu finanzieren.
  3. Wirtschaftliche Hebelwirkung: Skonto kann eine sehr kosteneffektive Methode sein, um die Rentabilität eines Unternehmens zu steigern. Durch die Reduzierung der Kosten für gekaufte Waren oder Dienstleistungen verbessert das Unternehmen seine Gewinnmargen ohne die Notwendigkeit, den Verkaufspreis zu erhöhen oder die Verkaufsmenge zu steigern.
  4. Verbesserung von Lieferantenbeziehungen: Frühzeitige Zahlungen stärken die Beziehung zu Lieferanten, da diese ebenfalls von verbesserten Cashflows profitieren. Das kann zu besseren Verhandlungspositionen in zukünftigen Geschäften oder sogar zu weiteren Rabatten und günstigeren Einkaufsbedingungen führen.

Um die eigenen Rechnungen bei Lieferanten mit Skonto vorteilhaft zu nutzen, ist Liquidität von Nöten. Diese wird mitunter nur freigesetzt, wenn die eigenen Kunden ihre Rechnungen möglichst schnell begleichen. Das ist leider selten der Fall. Hier bietet sich der Forderungsverkauf, auch Factoring genannt, an: Sie verkaufen die Forderungen an ein Factoring-Unternehmen, bekommen den Rechnungsbetrag sofort überwiesen und setzen so Kapital frei, um die Lieferantenrechnungen mit dem Skonto-Rabatt zu zahlen.

Skonto ablehnen? Argumente gegen Skontoziehen

Skonto ist nicht in jeder Situation die beste Wahl, weder für Käufer noch für Lieferanten. Aus Sicht des Käufers lohnt sich Skonto dann nicht, wenn die frühe Zahlung die eigene Zahlungsfähigkeit gefährdet oder wenn Skontosatz und Zeitgewinn so gering ausfallen, dass die Ersparnis vernachlässigbar ist. Außerdem kann die Überwachung vieler unterschiedlicher Skontofristen einen erheblichen administrativen Aufwand verursachen.

Aus Sicht des Lieferanten sprechen folgende Argumente gegen Skonto:

  • Margenverlust: Jeder gewährte Skontobetrag schmälert den Erlös direkt. Bei knapp kalkulierten Preisen kann das spürbar ins Gewicht fallen.
  • Unberechtigte Abzüge: Manche Kunden ziehen Skonto ab, obwohl sie die Frist überschritten haben. Das verursacht Klärungsaufwand und Mahnkosten.
  • Einpreisung durch Kunden: Kunden gewöhnen sich an den Nachlass und erwarten ihn dauerhaft, was spätere Preisverhandlungen erschweren kann.

Einen unberechtigten Skontoabzug können Lieferanten ablehnen und den Differenzbetrag nachfordern, denn ohne fristgerechte Zahlung besteht kein Anspruch auf den Nachlass. Wer schnellere Zahlungseingänge möchte, ohne Marge über Skonto abzugeben, kann alternativ auf Factoring setzen: Der Zahlungseingang erfolgt sofort, unabhängig vom Zahlungsverhalten der Kunden.

Factoring mit Svea: Für maßgeschneiderte Finanzierungslösungen

Das Skontoziehen ist für Unternehmen eine effektive Möglichkeit ist, Kosten zu sparen und die Liquidität zu steigern. Indem Sie sich der Bedeutung von Skonto bewusst werden und dieses aktiv nutzen, können Sie Ihr Unternehmen in seiner finanziellen Position gezielt stärken.

Wenn Sie Skonto nutzen wollen, ist eine gute Liquidität unabdinglich. Hier kann Factoring Ihnen behilflich sein. Svea bietet Ihnen verschiedene Factoring-Lösungen bereits seit 1994 an. Mit unserer langjährigen Erfahrung sind wir der ideale Ansprechpartner, wenn es darum geht, maßgeschneiderte Finanzierungslösungen für Ihre individuelle Unternehmenssituation zu finden. Gerne beraten wir Sie zu den unterschiedlichen Möglichkeiten.

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