Unechtes Factoring: Definition und Empfehlungen

veröffentlicht | Finanzierung

Unechtes Factoring findet heute eher selten Anwendung und wird von vielen Experten auch streng genommen gar nicht zum Factoring an sich gerechnet. Dennoch findet man den Begriff immer wieder, wenn es um das Thema alternative Finanzierungsmittel geht.

Aus diesem Grund haben wir eine kurze Definition für unechtes Factoring zusammengestellt, die Ihnen eine schnelle Orientierung erlaubt. Dabei wird schon rasch klar: Letztendlich ist unechtes Factoring dem echten deutlich unterlegen.

Factoring: Kurz erklärt

Falls Sie bereits über Factoring informiert sind, können Sie diesen Absatz weglassen – für alle, denen Factoring noch immer ein Fremdwort ist, lohnt sich aber zumindest eine kurze Übersicht über das Grundprinzip.
 
Bei Factoring handelt es sich um den Verkauf einer zukünftigen Forderung an ein externes Unternehmen wie Svea. In den meisten Fällen weiss der Kunde darüber Bescheid (offenes Factoring), in seltenen Fällen aber auch nicht (stilles Factoring). Entscheidend ist, dass der offene Betrag nahezu unmittelbar ausgezahlt werden kann, wodurch sich die Liquidität des Unternehmens verbessert und bequem Kapital generiert wird.

Echtes Factoring: Definition

Beim sogenannten echten Factoring übernimmt der Factor die Forderung komplett. Das heißt, er zahlt Ihnen den Betrag aus (abzüglich einer Gebühr), kümmert sich um die Eintreibung und Buchhaltung und wickelt ganz allgemein die gesamte Transaktion mit dem Kunden ab. Fällt aus irgendeinem Grund die Forderung aus, weil der Kunde zahlungsunfähig geworden ist, trägt der Factor dieses Risiko. Kurz gesagt; Nach Abschluss des Forderungsverkaufs müssen Sie sich nicht nur um nichts mehr kümmern. Sie brauchen sich auch um nichts mehr Sorgen zu machen.

Unechtes Factoring: Definition

Anders sieht die Situation beim unechten Factoring aus. Denn auch wenn die Definition beim unechten Factoring der des echten sehr ähnlich ist, so gibt es doch einen entscheidenden Unterschied.

Zwar zahlt Ihnen hierbei der Factor ebenfalls nahezu sofort die fällige Summe aus, kümmert sich um das Debitorenwesen und somit den Kundenkontakt. Kommt es aber hier zu einem Zahlungsausfall, so haftet nicht der Factor, sondern Sie. Das bedeutet, dass Sie zwar Ihre Liquidität durch unechtes Factoring verbessern, aber durchaus nicht so ungetrübt planen können wie beim echten Factoring.

Unechtes Factoring: Macht es Sinn?

Die Definition des unechten Factoring macht es bereits deutlich: Unechtes Factoring ist eine für Sie und Ihr Unternehmen nicht ganz so optimale Lösung wie es das echte Factoring ist. Genauer gesagt wird es aus rechtlicher Perspektive eher als Kreditgeschäft aufgefasst, bei dem Ihnen die Forderungssumme vorfinanziert wird und die Factoring-Gebühr einer Art Zins gleichkommt. Für wen könnte sich das rechnen?
 
Nun, falls Sie über einen festen, treuen und stabilen Kundenstamm verfügen, der zudem über eine gute Zahlungsmoral verfügt, so kann unechtes Factoring durchaus Sinn machen. Ihr Cash Flow erhöht sich, Sie können schneller mit Ihrem Geld arbeiten und Ihre Kunden dürfen trotzdem mit den bewährten Zahlungszielen rechnen.

Warum echt echt besser ist

Dennoch sind letztendlich die Vorteile des echten Factoring eklatant. Denn das Ausfallrisiko einer Forderung ist heutzutage extrem erhöht und belastet somit ganz direkt auch Ihr Gesamtunternehmensrisiko – welches wiederum bei der Beantragung eines Kredits oftmals eine entscheidende Rolle spielt. Mit dem Geld, was Sie im Rahmen von unechtem Factoring generieren, können Sie nur unter höchster Vorsicht wirklich arbeiten -bei echtem Factoring steht es Ihnen sofort für alle Ihre Vorhaben zur Verfügung, ohne dass Sie sich Sorgen machen müssen, es nachträglich zurückbezahlen zu müssen. Aus diesem Grund bieten wir bei Svea nur echtes Factoring an.
 
Wenn Sie interessiert an einem Angebot für einen Forderungskaufvertrag sind, sprechen Sie mit unseren kompetenten Beratern. Wir stehen Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Entweder am Telefon unter +41 43 321 25 02 oder über unser Webformular.

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