Negativzinsen und kein Ende in Sicht

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Was das für die Schweiz bedeutet?

Obwohl die Schweizer Wirtschaft erstarkt ist und weiter wächst, hält die SNB 2019 weiter an ihren Negativzinsen fest. Und das scheint sich auch so schnell nicht zu ändern. Wir erklären, was Negativzinsen eigentlich sind, was man sich davon verspricht und welche Folgen die derzeitige Entwicklung für die Schweizer Gesellschaft haben kann.

Die Schweizerische Nationalbank erhebt bereits seit einigen Jahren einen sogenannten Negativzins. Das heißt, dass Banken dafür zahlen müssen, wenn sie ihr Geld bei der SNB deponieren.

Was sind Negativzinsen?

"Wenn du dein Geld aufs Sparbuch bringst, bekommst du Zinsen!“ Kaum jemand von uns hat diesen Satz in seiner Kindheit nicht mindestens einmal gehört, um zum Sparen animiert zu werden. Doch ein sicherer Hafen sind unsere Sparbücher in Zeiten von Negativzinsen längst nicht mehr. Nun bekommen Kapitalgeber nämlich keine Zinsen mehr dafür, dass sie ihr Geld anlegen, sondern müssen selbst noch etwas dafür zahlen. Die Zinshöhe kann enormen Einfluss auf die Wirtschaftskraft eines Landes ausüben. So dient eine Erhöhung der Zinsen dazu, einer drohenden Inflation entgegenzuwirken. Will man die Wirtschaft stimulieren, senken die Zentralbanken die Zinsen.

Als die Nominalzinsen nach dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008 den Nullpunkt erreicht hatten, führten sechs Banken die Negativzinsen ein, um die Wirtschaft wieder zu stärken, darunter auch die Schweizerische Nationalbank. Ganz neu sind die Negativzinsen bei uns jedoch nicht. Schon in den 1970ern rief die Notenbank erstmals einen Negativzins ins Leben. Damals resultierte das aus der erheblichen Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber anderen Währungen, was zu teureren Exporten und einer insgesamt schwächeren Wirtschaft führte.

Warum führen die Schweizer Banken Negativzinsen?

Auch heute noch gilt der Schweizer Franken für ausländische Investoren als „sicherer Hafen in unruhigen Zeiten“. Das Ziel der SNB, den Franken mit ihrer Geldpolitik zu schwächen, wurde mittlerweile erreicht. Der Franken hat verglichen mit Fremdwährungen an Attraktivität verloren, der Aufwertungsdruck nachgelassen. Ein Ende der Negativzinsen ist vor dem Hintergrund politischer Konflikte in der Euro-Zone und dem Handelsstreit zwischen China und den USA dennoch nicht in Sicht. So pendelte sich der negative Leitzins hierzulande auf minus 0,75 Prozent ein. Damit ist die Schweiz nach Finnland Rekordhalter im europäischen Vergleich.

Die Schweiz gehört im europäischen Vergleich zu den absoluten Spitzenreitern, was Negativzinsen angeht. Nur finnische Banken zahlen mehr.

Welche Folgen ergeben sich aus dem negativen Leitzins?

Negativzinsen schaffen sowohl Gewinner als auch Verlierer. Als Gewinner gehen eindeutig die Schweizer Industrie und Tourismusbranche hervor, die von der Abschwächung des Franken profitieren. Aber auch Kreditnehmer können von der Entwicklung zunächst profitieren. Unternehmer und Privatpersonen können sich günstig Kapital anschaffen und so auch größere Investitionen tätigen. Das zeigt sich insbesondere in der Immobilienbranche. So schießen im Schweizer Mittelland die Neubauten wie Pilze aus dem Boden, während Vermieter älterer Wohnungen zunehmend über leer stehende Objekte klagen. Aber auch Sparer, die für ihre Altersvorsorge auf eine minimale Nominalverzinsung angewiesen sind, leiden unter den Negativzinsen. In der Folge wächst die ohnehin schon große Rentenlücke stetig weiter.

Zwar gelten auch die Banken als Kreditgeber als Verlierer der derzeitigen Geldpolitik. Dass letztere sich wirklich so negativ auf deren Ertragskraft auswirkt, stimmt allerdings nur bedingt. So geben die Banken die Negativzinsen vermehrt in Form von Gebühren und Negativzinsen an ihre Kunden weiter. Bleibt der Leitzins tatsächlich auch in den nächsten Jahren negativ, gerät die Finanzstabilität der Schweiz zunehmend in Gefahr. Nicht umsonst wird die Kritik am Negativzins immer lauter.

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