Cashflow ganz genau erklärt: Bedeutung, Berechnung, Verbesserung

veröffentlicht | Finanzierung

Es gibt Experten, die behaupten: Wer den Cash Flow zur zentralen Betrachtungsgrösse im eigenen Unternehmen macht, braucht sich um Insolvenz und finanzielle Schieflagen keine Sorgen zu machen.

Andere zählen den Cash Flow immerhin zu den vier Kennzahlen, mit denen man das gesamte Unternehmen steuern könne. Alle aber sind sich einig darüber, dass ein Unternehmen nur dann gesund sein kann, wenn auch der Cash Flow gesund ist. Das verlangt nach einer Erklärung.

In diesem Beitrag wollen wir Ihnen die Bedeutung des Cash Flows vor Augen führen und Ihnen erste Ansatzpunkte dafür aufzeigen, wie er verbessert werden kann. Vor allem aber wollen wir Ihnen demonstrieren, wie sich dieses Ziel mit Factoring erreichen lässt.

Cashflow: Definition

Was genau aber versteht man eigentlich unter dem Cash Flow? Die Seite Gründerszene hat in einem Beitrag den Begriff besonders einfach und anschaulich definiert:

„Der Cashflow gibt den von einem Unternehmen erzielten Geldzufluss während eines bestimmten Zeitraums an, beispielsweise innerhalb eines Geschäftsjahres.“

Tatsächlich also lässt sich der Begriff eins zu eins aus dem Englischen übernehmen und als Geldfluss übersetzen, also als Differenz zwischen den geldwerten Zuflüsse, die ein einem Unternehmen zukommen, sowie den geldwerten Abflüssen, die ihm verloren gehen.

Ein wichtiger Unterschied gegenüber der ähnlich gearteten Liquidität wird ebenfalls klar: Während die Liquidität sich auf einen bestimmten Zeitpunkt bezieht, ist der Cash Flow eine Stromgrösse, die stets Veränderungen über einen Zeitraum misst.

Cash Flow: Berechnung

Der Cash Flow erfordert im Gegensatz zu manch anderer, weitaus komplexerer Unternehmenskennzahl, keine besonders aufwändigen Berechnungen. Da sich seine direkte Ermittlung über den Vergleich von Ein- und Auszahlungen nicht durchsetzen konnte, wird in der Regel der indirekte Cash Flow ermittelt.

Hierbei werden über einen bestimmten Zahlungszeitraum von dem Jahresüberschuss alle nicht-zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen abgezogen. Dabei wird somit berücksichtigt, dass nicht alle überschusssteigernden oder -senkenden Mittel dem Unternehmen auch tatsächlich als Geld vorliegen (wie zum Beispiel Abschreibungen oder Forderungen).

Da der Unternehmensüberschuss ohnehin berechnet werden muss, lässt sich dieser Wert recht schnell ermitteln und steht Controllern damit potentiell jederzeit zur Verfügung.

Cashflow: Bedeutung

Worin genau nun liegt die Bedeutung des Cash Flows? Vereinfacht könnte man sagen, dass seine Aussagekraft darin besteht, zwei zentrale Fragen zu beanworten: "Wieviel Geld (und nicht: wieviel Gewinn) wurde erwirtschaftet?" bzw. "Wie hoch ist der Saldo aus Einzahlungen und Auszahlungen?".

Etwas spezifischer ausgedrückt verleiht der Cash Flow der Eigenfinanzierungskraft des Betriebs einen Wert und gibt an, wie viele liquide Mittel einem Betrieb zufliessen und somit inwiefern er in der Lage ist, Investitionen aus eigener Tasche zu stemmen. Auch ist er ein Mass für die finanzielle Absicherung der Firma: Ein hoher Wert bedeutet beispielsweise, dass man im Notfall ohne die Aufnahme von Krediten aus kommen kann.

Cashflow verbessern

Angesichts der eminenten Bedeutung des Cash Flows versteht es sich von selbst, dass es nicht an Ratschlägen mangelt, ihn zu verbessern.

Zu den besten gehören die folgenden, dem Operational Excellence Blog entnommenen Empfehlungen:

Produktion nur auf Basis eines konkreten Kundenbedarfs

Um so geringer der Überschuss, um so geringer auch Ihre Herstellungs- und Lagerkosten.

Einkauf nur zur aktuellen Befriedigung bestätigten Kundenbedarfs

Dies mag paradox erscheinen, da Sie durch Mengenrabatte scheinbar Geld sparen können. In der Praxis jedoch wiegen die Vorteile durch einen geringeren Geldabfluss weitaus schwerer.

Eliminieren von übermässigen Halbfertig-Bestände bzw. Service-Kapazitäten

Auch hier gilt, dass eine geringere Menge an Beständen einen schnelleren Durchfluss ermöglicht, Komplexität senkt und Zu- und Abfluss besser aufeinander abstimmt. 

Ausständige Forderungen durch interne Verbesserung reduzieren

Eine gnadenlose 0-Fehlerpolitik bei der Rechnungslegung beseitigt jegliche Ausreden für zu spät beglichene Forderungen.

Negativen Cashflow verhindern

Die genannten Massnahmen können den Cash Flow zweifelsohne steigern. Noch wichtiger als der Fokus auf einen positiven Cash Flow aber ist möglicherweise die Vermeidung eines negativen. Viele Unternehmer tun sich noch schwer mit der Vorstellung, dass sie Ihren Gewinn erhöhen und zugleich den Cash Flow senken können. Doch ist dies beispielsweise immer dann gegeben, wenn Produkte zu hohe Gesamtproduktionskosten aufweisen oder eine hohe Zahl an Aussenständen vorliegt, welche lediglich auf dem Papier den Gewinn erhöhen, aber dem Unternehmen noch nicht als liquide Mittel vorliegen.

Dass sich die Fristen Ihrer Rechnungsüberweisungen einerseits und der Rechnungen an Ihre Kunden andererseits mindestens decken sollten, versteht sich eigentlich von selbst. Zu oft aber begleichen Unternehmen ihre eigenen Verpflichtungen recht schnell, erlauben den Kunden hingegen deutlich längere Zahlungsziele. Das schadet dem Cash Flow und bedroht letztlich das Überleben des Betriebs.

Auch sollten Sie dafür sorgen, dass die Zeitspanne zwischen Einkauf von Produktionsmitteln und dem Verkauf des fertigen Produkts (oder der Dienstleistung) nicht all zu gross ausfällt.

Discounted Cashflow: Die Zukunft?

Ganz kurz wollen wir auch noch eine Variante der Cash-Flow-Berechnung anreissen, die in letzter Zeit immer mehr Anhänger gewinnt: Den Discounted Cashlow.

Das Creditreform Magazin hat dieses Konzept in einem interessanten Beitrag folgendermassen beschrieben:

„Hierbei setzt sich der aktuelle Wert eines Unternehmens aus der Summe seiner produkt- oder servicegetriebenen Cash-Flows (abgezinst) zusammen – jedes Produkt wird dabei als eigenes Projekt mit Investitions- und Vermarktungsphase inklusive möglicher After-Market-Umsätze betrachtet. So wird der gesamte Produktlebenszyklus berücksichtigt. Sind nun vom Unternehmen geplante innovative Produkte schneller am Markt wirkt sich das über den Zeitfaktor positiv auf die Discounted-Cash-Flow-Betrachtung aus.“

Der Discounted Cash Flow rückt also neben den aktuellen geldwerten Zu- und Abflüssen auch noch zukünftige in den Mittelpunkt der Betrachtung und ordnet diese sehr genau bestimmten Projekten zu. Auch wenn der aktuelle Cash Flow davon oft nicht fassbar tangiert wird, liefert diese Kennzahl damit ein wertvolles Bild über die zukünftige Entwicklung sowie über die Unternehmensbereiche, in denen Korrekturen erforderlich sind.

Cashflow & Factoring: Eine optimale Kombination

Wie anfangs erwähnt, stellt Factoring eine hervorragende Möglichkeit dar, den Cash Flow dauerhaft zu verbessern. Hierbei verkaufen Sie uns eine oder mehrere Forderungen und erhalten Ihr Geld bereits innerhalb von zwei Tagen (abzüglich einer geringen Gebühr). Dadurch werden Forderungen zu direkt verfügbaren Mitteln, Ihre Ausstände reduzieren sich und Sie sind besser für zukünftige Schocks oder Investitionsbedürfnisse gewappnet.

Wenn Sie Interesse daran haben, Ihren Cash Flow mit Factoring zu optimieren und betriebliche Risiken absichern wollen, sprechen Sie mit unseren Beratern. Gerne machen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot und beantworten noch offene Fragen.

Sie erreichen uns telefonisch unter +41 43 321 25 02 oder per Email unter beratung@svea.com.

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