Löst der Roboberater der deutschen Bank alle Finanzierungsprobleme?

28/12/2017

Es macht den Anschein, als traue die Bankbranche dem Roboberater nahezu alles zu: Kredite günstiger und Margen dennoch höher zu machen; Informationen einem breiteren Publikum zur Verfügung zu stellen und dabei dennoch verständlich zu bleiben; menschliche Experten zu ersetzen und sich ihr Fachwissen dennoch zu eigen machen.

 

In der Praxis allerdings blieben die meisten Roboberater bisher allerdings deutlich hinter den in sie investierten Erwartungen zurück.

 

Das soll sich nun ändern. Eine aktuelle Meldung der Deutschen Bank kündigt eine neue Generation von elektronischen Beratungssystemen an, welche die künstliche Intelligenz in der Finanzbranche auf ein ganz neues Niveau hieven soll.

 

Die Deutsche Bank will es wissen

Dass die deutsche Bank es ernst meint mit ihrem Bekenntnis zum Roboberater ist nichts Neues. Bereits vor knapp zwei Jahren führte sie einen ersten Prototypen ein – damals noch unter dem eher unscheinbaren Namen „Anlagefinder“. Weil dieser jedoch gegenüber dem konventionellen Beratungsgespräch in der Filiale wenige Vorzüge bot und eine recht aufwändige Dokumentation erforderte, wurde das Projekt recht bald wieder abgesetzt.

 

Beim zweiten Anlauf soll nun alles besser werden. Viel Zeit und Geld ist in den Anlagefinder 2.0 geflossen – der Anreiz war einfach zu groß: Bereits im kommenden Jahr erwarten die Strategen in Frankfurt einen Markt für Roboberatungsleistungen im Wert von 5 Milliarden Euro. Das entspräche einer Steigerung gegenüber dem aktuellen Niveau von 500%.

 

Weil nur wenige Anbieter derzeit mit ernstzunehmenden Angeboten punkten können, deutet vieles darauf hin, dass die erste Bank mit einem wirklich überzeugenden Roboberater einen signifikanten Teil dieses Volumens ergattern könnte. Ganz offensichtlich sieht sich die Deutsche Bank in dieser Vorreiter-Rolle.

 

Wie Robin funktioniert

Dazu hat sie ein Tool entwickelt, das ebenso mit Fachwissen wie Sympathie überzeugen soll. Der neue Anlagefinder lautet auf den Namen „Robin“ und ist angeblich in der Lage, Kunden zu hauseigenen sowie konkurrierenden Indexfonds zu beraten. Das „Gespräch“ besteht vor allem in der Ermittlung der eigenen Sicherheitsbedürfnisse, den erwünschten Renditen sowie der Erfahrung, die man bereits in der Vergangenheit mit Anlagen gemacht habe.

 

Aber liefert Robin tatsächlich individuelle Ergebnisse?

Laut der Deutschen Bank soll dies möglich sein. Zum einen reagiere Robin ganz selbstverständlich auf sich ändernde Marktbedingungen. Darüber hinaus werden Kunden in immerhin 16 verschiedene Risikogruppen eingeteilt, für die jeweils individuelle Strategien vorliegen. Und zu guter Letzt erfolgt die Zuteilung des zu investierenden Kapitals nicht durch eine Maschine, sondern vielmehr durch den hauseigenen Chefanlagestrategen für Privat- und Firmenkunden, Ulrich Stephan. Mit einer Mindestanlagesumme von nur 5000 Euro und einem All-Inklusive-Gebühr von 0,8-1% spricht das Tool durchaus auch kleinere Investoren an.

 

So stellt der neue Roboberater eine Kombination aus menschlichem und maschinellem Know-How dar, die für so manchen Anleger durchaus interessante Ergebnisse liefern könnte. 

 

Robin löst nicht das Dilemma der Finanzierung

Gleichzeitig darf man die Möglichkeiten von Robin auch nicht überschätzen. Zwar ermöglicht es der neue Roboberater auch kleinen und mittelständischen Unternehmern, Hinweise auf eine geeignete Investitionsstrategie zu erhalten. Doch sind damit keineswegs sämtliche Finanzierungsprobleme gelöst.

 

Problematischer für die meisten KMU sind schließlich Engpässe in  der Kapitalbeschaffung und die andauernde Kreditklemme. So wäre es weitaus interessanter, wenn Finanzinstitute Ihre Ressourcen in Instrumente investieren würden, welche den aufwändigen und nervenaufreibenden Antragsprozess einfacher und angenehmer gestalten.

 

Solange dies noch nicht der Fall ist, bleibt Factoring eine hervorragende Möglichkeit, auch ohne Robin die eigene Liquidität zu verbessern. Wenn Sie Interesse an einer freundlichen menschlichen Beratung haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

 

Sie erreichen uns telefonisch unter +49 721 723 80350. Oder nutzen Sie unser Webformular.