Basel III ein Schnippchen schlagen

06/11/2018

 „Jeder hat heute ein Rating, auch wenn er es selbst gar nicht weiß“, sagen Insider … nicht unbedingt gerne. Und so ein Rating kann - wenn man eine Finanzierung braucht - zu unliebsamen Überraschungen führen. Was also in Zeiten von „Basel III“ (restriktive, unflexible Kreditvergaben bei weniger „Kreditwürdigkeit“/Bonität) nicht zu unterschätzen ist: Factoring verbessert das „Bilanzbild“ von Unternehmen.

Der Einsatz von Factoring bringt eine Bilanzsummenverkürzung, führt zu einer Optimierung wichtiger Finanzkennzahlen und somit zu einem insgesamt besseren Bilanzbild. Das ist kein Selbstzweck, sondern verbessert das Unternehmensrating. Und das schlägt sich gemäß „Basel III“ in einer besseren Bonitätseinstufung bei Geldgebern, und damit etwa in günstigeren Krediten zu Buche. Und auch bei anderen Fremdkapitalgebern (wie Lieferanten) und Eigenkapitalgebern bzw. Investoren sind mit einem verbesserten Bilanzbild bessere Konditionen möglich.

Die Bilanzsummenverkürzung mittels Factoring wirkt bei drei Kennzahlen: Auf der Aktivseite bei den „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“. Dieser Bilanzposten wird durch die Forderungsabtretung an ein Factoring-Unternehmen (den „Factor“) „gesundgeschrumpft“. 
Und auf der Passivseite der Unternehmensbilanz wirkt Factoring in der Bilanzposition „Kurzfristiges Fremdkapital“ zweifach bilanzverkürzend: Die Posten „Bankverbindlichkeiten“ und „Lieferanten“ können durch Einsatz von Factoring deutlich verschlankt werden.

Alles in allem führt das einerseits zu einer Verbesserung des Ratings und damit zu einer besseren Position, wenn es um die eigenen Finanzierungskonditionen geht. Und andererseits optimiert man damit das „Working Capital“ des Unternehmens: Weniger offene Forderungen im Verhältnis zum Anlage- und Umlaufvermögen und zu den liquiden Mitteln auf der Aktivseite der Bilanz. Und weniger kurzfristiges Fremdkapital im Verhältnis zum Eigenkapital und zum langfristigen Fremdkapital auf der Passivseite.

Den anonymen externen „Risikomanagern“, die allein auf Basis von Bilanz-Excel-Sheets und von tausenden Seiten „Basel III“-Vorschriften darüber entscheiden, wie kreditwürdig man ist, ein Schnippchen schlagen? Mit Factoring geht das.