Wellenreiten

06/06/2019

Umsätze machen (und via Factoring aus Forderungen echte Einnahmen machen) ist zwar schön, aber nicht genug. Viel ist heute von Digitalisierung, neuem Kundenverhalten und „Disruption“ traditioneller Geschäftsmodelle die Rede. Fürchten ist der falsche Weg – nützen, adaptieren, vorausblicken und mitgestalten ist sinnvoller. Denn so neu ist die Situation ja nicht. Im Gegenteil: „Disruptionen“ gibt es, seit es Wirtschaft gibt. Das hat schon der sowjetische Wirtschaftswissenschaftler Nikolai Kondratieff erkannt und beschrieben. Nur hießen Disruptionen da eben „Kondratieff-Zyklen“:


Vom Dampf zum Digital

So wie jetzt gab es immer schon zyklische Wirtschaftsentwicklungen, die von innovationsgetriebenen Investitionen in neue Technologien ausgingen. Professor Michael Trübestein, vom Institut für Finanzdienstleistungen der Hochschule Luzern Wirtschaft (CH), fasste die konjunkturellen Kondratieff-Wellen erst kürzlich wieder schön zusammen:
1780-1830 der Aufschwung dank Dampfmaschine und Textilindustrie,
1830-1880 die Ära von Eisenbahn und Stahl,
1880-1930 das Aufkommen der Elektrotechnik und Chemie
1930-1970 das Erblühen von Automobil & Petrochemie
1970-2010 die Footprints der Informationstechnologie
Und seit 2010-20?? die Epoche der erneuerbaren Energien, der intelligenten Netze und allem was damit zusammenhängt.


Mutig denken ist gefragt. Denn wer hätte vor ein paar Jahren vorhergesehen, dass der weltweit wertvollste Retailer, Alibaba, kein Lager braucht. Die weltgrößte Personentransporteur, Uber, keine eigenen Fahrzeuge. Amazon, der weltweit zweitgrößte Retailer nach WalMart, (noch) keine Verkaufsgeschäfte. Die weltweit größte Filmfirma, Netflix, keine Kinos braucht.


Vieles, was gestern denkunmöglich war, ist heute Realität. Was morgen ist, können wir, Sie, mitgestalten!


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