Bietet Secured Debt wirklich mehr Sicherheit?

04/10/2017

Banken mögen es am liebsten ganz sicher. So ist Secured Debt zum bestimmenden Kreditmodell der letzten Jahrzehnte geworden, auch wenn vielen Unternehmern der Begriff noch gar nicht geläufig ist. Dabei handelt es sich schlicht um eine Form der Finanzierung, bei der sich auf dem Papier beide Seiten besser stellen und es auch bei einer an sich schwächeren Bonität zu einer Zusammenarbeit kommen kann.

 

Dennoch ist Secured Debt alles andere als ein Allheilmittel. Denn die Sicherheit geht im Krisenfall auf Ihre Kosten als Unternehmer und kann Sie im schlimmsten Fall Ihr gesamtes Anlagevermögen kosten. So macht es unbedingt Sinn, sich intensiv mit Alternativen auseinander zu setzen.

 

Zunächst aber sollten Sie wissen, worum es bei dem Begriff Secured Debt genau geht.

 

Zum Glück gilt dabei:

 

Secured Debt ist einfacher, als es klingt

Denn bei Secured Debt handelt es sich schlicht um das Prinzip, dass Sie einen Kredit absichern, indem Sie vertraglich Unternehmenswerte als Pfand festlegen. Solange Sie über ausreichend Anlagevermögen verfügen und Ihre Raten zuverlässig überweisen, kann dieses Konzept auch dann zu einer Kreditbewilligung führen, wenn Ihre Bonität zu wünschen übrig lässt.

 

Wieso eigentlich?

 

Bonität vs Liquidationswert

Einfach gesagt erlaubt es das Einbringen von Vermögenswerten, den Blick der Bank von der reinen Bonität ab zu lenken.

 

Das kann, je nach Ihrer finanziellen Lage, von Vorteil sein:

 

  • Die Bonität ist ein Wert, der Ihre aktuelle Finanzkraft auf der Basis Ihrer Liquidität, Ihres Verschuldungsgrads sowie Ihrer vergangenen Finanzgeschichte schätzt.
  • Um so geringer Ihre Finanzkraft, um so höher die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen Kredit nicht zurück zahlen werden.
  • Um so höher dieses wahrgenommene Risiko, um so teurer wird ein Kredit – oder er kommt erst gar nicht zustande.
  • Das Einbringen von Sicherheiten in der Form von Secured Debt erlaubt eine Neuorientierung. Für die Bank ist es nämlich im Grunde genommen gar nicht entscheidend, wie wahrscheinlich es ist, ob der Kredit ausfällt – sondern wie hoch der Liquidationswert Ihres Unternehmens ist, wenn dieser Fall eintritt. Solange sie am Ende ihr Geld erhält, trägt sie schließlich kein Risiko.
  • So kommt es zu der im Begriff festgehaltenen „sicheren Schuld“, also der Gewissheit des Schuldners, dass er sein Geld auf jeden Fall zurück erhalten wird.

 

Secured Debt ist also für all diejenigen Betriebe von Vorteil, deren Bonität angeschlagen ist, die aber über hohe Unternehmenswerte verfügen.

 

Doch gibt es auch Probleme.

 

Das Problem mit Secured Debt

Falls Sie nämlich nicht in der Lage sind, Ihren Schulden nach zu kommen, so kann Secured Debt schwerwiegende Folgen haben. Denn die Bank wird im Krisenfall nicht zögern, die vertraglich zugesicherten Sicherheiten ein zu fordern und zum Decken des Kredits zu veräußern. Abhängig von der Höhe der Ratenzahlungen kann dies von einzelnen Verkäufen bis hin zum gesamten Unternehmensvermögen reichen.

 

Was besonders schwer wiegt: Je nach Vertrag kann dies bereits ab einer einzigen nicht geleisteten Ratenzahlung erfolgen. Damit geht das komplette Risiko des Kredits auf Sie über – alles andere als eine angenehme Situation.

 

Alternativen zu Secured Debt

Auch wenn Secured Debt durchaus seine Vorzüge hat, sollten Sie sich deshalb auf jeden Fall um Alternativen bemühen, bei denen das Risiko partnerschaftlicher verteilt ist.

 

Eine mögliche Variante ist das sogenannte Direct Lending. Dabei nehmen Sie die Schuld bei einem Kreditfonds oder einem Konsortium aus privaten Investoren auf. Direct Lending hat den erheblichen Vorteil, dass es sich weder auf die Bonität oder den Liquidationswert konzentriert, sondern vielmehr auf die Erfolgswahrscheinlichkeit des Projekts, für welches Sie das Investitionskapital beantragen. Auch lassen sich Kredite über Direct Lending oftmals deutlich schneller realisieren als bei einer regulären Bank.

 

Der Nachteil liegt hier vor allem in den Kosten. Weil die Investoren mehr Risiko übernehmen als eine Bank beim Secured Debt oder einem regulären Kredit, liegen diese vergleichsweise hoch (man kann hier gewissermaßen von einer „Risikoprämie“ sprechen). Auch arbeiten die meisten Anbieter nur sehr ungerne mit kleinen Beträgen und vergeben Kredite somit erst ab einer beträchtlichen Kreditsumme.

 

Factoring

Weitaus besser ist es somit, sich von Anfang an besser ab zu sichern und mit Factoring zusätzlichen Cash Flow zu generieren. Mit Factoring reduzieren Sie Ausfallrisiken und Gesamtunternehmensrisiko, verbessern im Idealfall Ihre Bonität und stellen sich somit deutlich flexibler auf bei Ihrer Finanzierungsstrategie.

 

Und weil Factoring sich ganz hervorragend mit anderen Instrumenten kombinieren lässt, können Sie damit Ihren gesamten Finanzierungsmix auf eine solidere Basis stellen.

 

Gerne zeigen wir Ihnen, wie das in der Praxis funktioniert. Unsere Berater erklären Ihnen die wichtigsten Punkte des Factorings, beantworten Ihre Fragen und machen Ihnen ein unverbindliches Angebot.

 

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